
Birgit Oppermann ist Rektorin der Katholischen Grundschule Harztorwall und Vorsitzende des Kulturbund Wolfenbüttel e.V.. Seit 2006 ist sie Ratsfrau der Stadt Wolfenbüttel, dort Mitglied im Schulausschuss und tritt für die CDU im Wahlbereich I zur Stadtratswahl wieder an.
Besser für Wolfenbüttel – mit diesem Wahlkampfmotto wirbt der CDU-Stadtverband um Ihre Stimmen bei der Kommunalwahl. Statt vieler Worte, wird vorgedacht und angepackt. Im heutigen Interview geht es um die Bildungspolitik. Birgit Oppermann erklärt, warum Bildungspolitik auch Kommunalpolitik ist und warum es besser ist am 11.09.2011 mit der CDU gleich das Original zu wählen.
Was hat die CDU bis jetzt im Stadtrat umgesetzt?
Wir haben in vielen Bereichen die Schulentwicklung vorangetrieben. Hierzu zählen die Entwicklung eines Schulentwicklungskonzepts und die Schulbezirksentwicklungsplanung, bis hin zur Prüfung zur Einrichtung einer Oberschule bzw. einer zweiten Gesamtschule.
Wichtig ist uns die Erarbeitung, Verabschiedung und ständige Aktualisierung der Gymnasialstruktur sowie die Begleitung der Einrichtung einer IGS in der Wallstraße. Darüber hinaus waren wichtige Punkte die Einrichtung von Ganztagsbetrieben in weiterführenden Schulen sowie auch in Grundschulen. Hier gab es zunächst das Pilotprojekt am Harztorwall, auf dessen Grundlage dann Standards entwickelt wurden. Mittlerweile bieten auch die Grundschule Karlstraße sowie die Wilhelm Busch-Grundschule ganztägige Angebote. Es ist gelungen, dass wir in Wolfenbüttel in der Karlstraße das erste Familienzentrum einrichten konnten.
Warum bemüht sich ausgerechnet die CDU nun um eine zweite Gesamtschule in Wolfenbüttel?
Es gibt keine gültige Schulentwicklungsplanung für die Schulen des Landkreises und der Kreisstadt Wolfenbüttel. Eine solche zu erstellen, ist unser Ziel. Um dieses zu erreichen, muss es eine verbesserte Vernetzung beider Schulträger geben. Auch die Kommunikationsstrukturen auf politischer Ebene müssen bearbeitet bzw. angepasst werden.
Bei der Gestaltung dieses Prozesses wurde bei Sichtung erhobener Schülerdaten,
in Gesprächen mit den Schulleitungen vor Ort sowie in Diskussionsforen mit Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt deutlich, dass man sich in Wolfenbüttel eine weitere Schule wünscht, in der längeres gemeinsames Lernen aller Kinder möglich ist. Die Schulform „Oberschule“ stieß in eben benannten Gesprächen im städtischen Bereich auf Skepsis und auf eher geringe Resonanz. Uns ist die Meinung unserer Bevölkerung Auftrag genug, um parteiideologische Hindernisse zu überwinden. Die Gesamtschule wird neben dem Gymnasium als weiterführende Schule der Zukunft benannt und daher von uns voran getrieben.
Welches sind die drei größten bildungspolitischen Ziele der CDU in der kommenden Wahlperiode?
Um zukünftig die frühkindliche Bildung noch stärker in den Fokus zu rücken, haben wir nun im Stadtrat den Vorschlag gemacht, auch Kindertagesstätten in den Schulausschuss zu integrieren. Ein eindeutiges Signal dafür, wo wir die Schwerpunkte in den kommenden Jahren setzen wollen!
1. Die Weiterentwicklung der Vernetzung unserer Bildungsinstitutionen in der Stadt.
2. Einrichtung und Planung weiterer Familienzentren.
3. Begleitung und Gestaltung der Bildungsübergänge vom Krippenbesuch bis zum Eintritt in das Berufsleben.
Bildung von früh bis spät – ist die CDU für die nächsten Jahre auch personell gut aufgestellt?
Die CDU ist gut informiert! Unsere Kandidaten engagieren sich in zahlreichen Kooperationen mit den Institutionen, Hilfsorganisationen und in der Kirche. Gemeinsam mit allen politisch handelnden Personen hier in Wolfenbüttel nehmen wir die Probleme von Bürgerinnen und Bürgern in unsere Hände und engagieren uns mit Herz.